Wenn du von Frankreich nach England reist, hast du grob zwei Arten von Fährverbindungen: die kurzen Kanalüberfahrten nach Dover und die längeren Routen von der Normandie oder Bretagne nach Südengland. Welche Fähre am besten passt, hängt vor allem davon ab, wo du in Frankreich startest und wo du in England ankommen möchtest.
Die bekannteste und meist flexibelste Verbindung ist Calais–Dover. Die Überfahrt dauert je nach Anbieter und Abfahrt ungefähr 90 bis 100 Minuten und wird von P&O Ferries, DFDS und Irish Ferries angeboten. Diese Route ist besonders praktisch, wenn du schnell nach Südostengland, Kent, London oder weiter über das britische Autobahnnetz fahren möchtest.
Für andere Reisepläne können die längeren Fähren ab der Normandie oder Bretagne angenehmer sein. Routen nach Portsmouth, zum Beispiel ab Cherbourg, Caen, Le Havre oder Saint-Malo, sind nicht immer die kürzeste Lösung auf dem Papier. Sie können aber viel besser passen, wenn du Richtung Südengland, Südwestengland, Wales oder weiter in den Westen reist und die Autofahrt sinnvoll mit einer längeren Überfahrt oder Nacht an Bord kombinieren möchtest.
Nutze zuerst die Karte, um die wichtigsten Korridore zu vergleichen: Calais und Dünkirchen für die schnelle Dover-Route, die Normandie für Portsmouth und Südengland, und die Bretagne für längere, oft entspanntere Überfahrten. Wenn du aus Deutschland startest und noch zwischen Frankreich, den Niederlanden und dem Eurotunnel schwankst, hilft dir auch unser Ratgeber Beste Fähre nach England ab Deutschland.
Die Strecke von Calais nach Dover ist mit Abstand die meistgenutzte Verbindung zwischen Frankreich und England. Mit einer Fahrzeit von nur 1 Stunde und 30 Minuten und zahlreichen täglichen Abfahrten ist dies die schnellste und flexibelste Option für Reisende mit oder ohne Auto. Die Überfahrt wird von DFDS, P&O Ferries und Irish Ferries betrieben.
Eine Alternative ist die Verbindung von Dünkirchen nach Dover. Diese dauert etwa 2 Stunden und wird von DFDS angeboten. Sie ist oft weniger stark frequentiert als die Route ab Calais und ideal für Reisende, die etwas weiter nördlich in Frankreich starten.
Kurz gesagt: Calais–Dover ist meist die beste Wahl, wenn du möglichst flexibel und schnell nach Südostengland willst. Die längeren Brittany-Ferries-Routen nach Portsmouth können besser passen, wenn dein Ziel in Südengland, Südwestengland, Wales oder weiter westlich liegt.
Wer aus Deutschland unterwegs ist, schaut bei einer Reise nach England oft zuerst auf die kürzeste Verbindung. Dabei lohnt es sich in vielen Fällen, den Blick etwas weiter nach Westen zu richten. Die Fähren von Frankreich nach England sind besonders interessant für Reisende, die Frankreich und England kombinieren möchten oder ohnehin durch Frankreich fahren. Von Caen, Cherbourg, Le Havre, Roscoff oder Saint-Malo geht es direkt weiter nach Südengland – oft auf eine angenehmere Art als nur noch mehr Autobahnkilometer am Stück.
Gerade für Familien oder bei längeren Roadtrips kann das sehr gut funktionieren. Statt die Reise komplett durchzufahren, baust du unterwegs bewusst etwas mehr Ruhe ein. An Bord kannst du essen, dich bewegen, die Kinder haben mehr Platz, und mit Kabine wird aus einer langen Etappe schnell ein deutlich entspannterer Teil der Reise. Für viele ist das nicht zwingend die schnellste Lösung auf dem Papier, aber oft die angenehmere und sinnvollere.
Besonders Caen – Portsmouth ist eine sehr logische und beliebte Verbindung. Auch Saint-Malo – Portsmouth ist ein starker Tipp, gerade wenn du die Reise etwas schöner aufbauen möchtest. Saint-Malo ist nämlich nicht nur ein Abfahrtshafen, sondern selbst schon ein Reiseziel, bei dem sich ein Zwischenstopp absolut lohnt.
Wenn du vorab ein besseres Gefühl für Brittany Ferries bekommen möchtest, schau dir auch unsere eigenen Reiseberichte an: etwa unsere Erfahrung auf der Route Portsmouth – Cherbourg oder unseren Bericht von Saint-Malo nach Portsmouth. Solche Eindrücke helfen oft mehr als nur eine Karte mit Linien und Fahrzeiten.
Gerade wenn du Frankreich und England sinnvoll verbinden willst und nicht nur möglichst schnell, sondern auch halbwegs entspannt unterwegs sein möchtest, sind diese Routen auf jeden Fall einen Blick wert.
Neben der Fähre kannst du auch den Eurotunnel (LeShuttle) von Calais nach Folkestone nutzen. Mit einer Fahrzeit von nur 35 Minuten ist dies die schnellste Möglichkeit, den Ärmelkanal zu überqueren. Du fährst mit deinem Auto in den Zug und kommst direkt auf der anderen Seite in England an.
Wir haben inzwischen die meisten Fährverbindungen zwischen Frankreich und Großbritannien selbst ausprobiert. In unseren Reiseberichten bekommst du einen echten Eindruck davon, wie die Überfahrten ablaufen – vom Boarding über die Restaurants an Bord bis hin zu den Kabinen.
Unten findest du einige unserer beliebtesten Vor-der-Reise-Guides, die dir bei der Vorbereitung helfen.
Wer weiter im Westen Frankreichs startet, kann zwischen längeren Verbindungen wählen, die meist von Brittany Ferries betrieben werden. Diese Routen sind ideal für Reisende, die nach Süd- oder Südwestengland möchten und eine längere Überfahrt bevorzugen.
Die Preise variieren je nach Route, Reederei und Saison. Für die kürzeste Verbindung Calais – Dover beginnen die Tickets in der Regel bei etwa 60 bis 100 Euro für ein Auto mit Insassen. Für längere Nachtfahrten mit Kabinen und zusätzlichen Einrichtungen liegen die Preise höher, meist zwischen 120 und 250 Euro.
Es ist empfehlenswert, Tickets immer frühzeitig online zu buchen – besonders in der Ferienzeit, da die beliebtesten Überfahrten schnell ausgebucht sind.
Entdecke bei uns schnell die passende Fährverbindung zu Zielen in Europa wie Norwegen, Schweden oder England. Auf der Karte siehst du sofort, wo die Häfen liegen und wie die Routen verlaufen. Zusätzlich bieten wir hilfreiche Informationen zu den Überfahrten, damit du die Verbindung auswählen kannst, die am besten zu deiner Reise passt.
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Guten Abend, wir möchten die Fähre von Plymouth nach Roscoff am 08.08.25, Abfahrt 22.00h buchen. Ist es korrekt, dass wir hier keine Kabine dazu buchen können?
Besten Dank für Ihre Rückmeldung und Grüsse aus der Schweiz, marcel schmid widmer
Lieber Marcel,
vielen Dank für deine Frage – wir verstehen die Verwirrung gut. Es kommt ein wenig darauf an: Es sollte grundsätzlich möglich sein, eine Kabine dazu zu buchen, aber in manchen Fällen ist das nicht notwendig. Bei Tagesüberfahrten zum Beispiel braucht man in der Regel keine. Bei Nachtfahrten hingegen ist eine Kabine meines Wissens nach sogar verpflichtend.
Wenn ich mir dein konkretes Datum anschaue, sehe ich, dass die Kabinen tatsächlich schon ausgebucht sind und nur noch ein „Recliner Seat“ verfügbar ist. Das ist natürlich nicht ideal. Alles drumherum scheint ebenfalls ausgebucht zu sein. Vielleicht handelt es sich auch um einen Fehler seitens Brittany Ferries – ich werde dort mal nachhaken.
Ich hoffe, du findest trotzdem noch etwas. Ansonsten könntest du eventuell Überfahrten ab Poole oder Portsmouth in Betracht ziehen.
Viel Erfolg bei deiner Reise!