
Auf der Stena-Line-Route zwischen den Niederlanden und England (Hoek van Holland ⇄ Harwich) hast du die Wahl zwischen Standardkabinen, Komfortkabinen und der Captain’s Suite – dazu kommen Familien-, haustierfreundliche und barrierearme Kabinen. Bei der Tagesfahrt kannst du oft eine Kabine mit starkem Rabatt dazubuchen, während du auf der Nachtfahrt in der Regel eine Kabine hast (und sie meist auch verpflichtend ist). Bei den Tickets ist Economy am günstigsten, Flexi bringt dir mehr Sicherheit, und Premium lohnt sich oft, wenn du die Stena Plus Lounge nutzen willst.
- Anreise: mit Auto oder Bahn nach Hoek van Holland.
- Fähre: Hoek van Holland ⇄ Harwich (meist Tagesfahrt + Nachtfahrt pro Richtung).
- Weiterreise: ab Harwich mit dem Auto Richtung Südostengland – oder als Fußpassagier per Bahn (Harwich International) weiter nach London (Liverpool Street).
- Warum beliebt? Weniger Straßenkilometer, entspannter Reisebeginn – und du kommst „ausgeruht“ in England an.
Für visumfreie Besucher (u.a. EU-Bürger) wird für die Einreise ins Vereinigte Königreich eine Electronic Travel Authorisation (ETA) verpflichtend. Laut UK-Home-Office gilt: ab 25. Februar 2026 „ohne ETA keine Reise“. Bitte rechtzeitig prüfen und beantragen: gov.uk (ETA-Check).
Neulich waren wir bei Stena Line in Hoek van Holland zu Besuch – inklusive Rundgang auf der Stena Britannica. Ein paar Stunden später standen wir wieder zu Hause: mit einer Menge Infos im Kopf und (ja, etwas zu vielen) Fotos auf einem inzwischen ziemlich betagten Handy.
Wichtig für die Einordnung: Die Fotos in diesem Beitrag stammen von unserem eigenen Besuch in Hoek van Holland im November 2025. Und: Wir kennen die Route nicht nur „vom Hafen“ – 2024 haben wir die Überfahrt selbst gemacht und unseren Eindruck als Reisebericht festgehalten: An Bord: Hoek van Holland ⇄ Harwich (unsere Erfahrung). Kurz gesagt: Wir waren mehrmals rund um diese Fähre unterwegs – und genau deshalb können wir Kabinen, Tickets und kleine Praxisdetails gut einordnen.
Für viele Reisende aus Deutschland ist die Route über die Niederlande eine angenehm entspannte Art, nach England zu kommen – gerade wenn du mit dem Auto unterwegs bist oder London ohne Flug erreichen willst. Du fährst nach Hoek van Holland, gehst an Bord und kommst in Harwich an – und von dort geht’s weiter Richtung Südostengland oder per Zug nach London.
In diesem Guide zoomen wir auf die praktischen Entscheidungen, die du auf dieser Strecke triffst: (1) Kabinen (Britannica/Hollandica), (2) Ticketarten und (3) Upgrades wie Lounge-Zugang. Ferrygogo-Ziel: dir helfen, deine beste Kombination zu finden – je nach Reise, Saison und Mitreisenden.
Anreise aus Deutschland: kurz & realistisch
- NRW / Ruhrgebiet: sehr beliebt – Anfahrt nach Hoek van Holland ist gut machbar, und du bist danach „über Nacht“ schon in England.
- Niedersachsen / Hamburg / Bremen: ebenfalls praktisch – je nach Startpunkt eine entspannte Alternative zu langen Straßenkilometern bis Calais/Dünkirchen.
- Ohne Auto: Dann wird Rail & Sail / Dutchflyer interessant (Fähre + Zug ab Harwich International).
Mini-Tipp: Plane lieber “zu entspannt” als zu knapp. Anreise + Check-in + Boarding gehen oft reibungslos – aber du willst nicht im letzten Moment hetzen (besonders mit Kindern oder Haustier).
Tagfahrt oder Nachtfahrt: welche passt besser?
- Beste Wahl für Familien: Tagesfahrt mit rabattierter Kabine (Rückzugsort + Powernap = Gamechanger).
- Beste Wahl für „ankommen & los“: Nachtfahrt (du schläfst an Bord und kommst morgens in England an).
- Beste Wahl für London ohne Auto: Tages- oder Nachtfahrt als Fußpassagier + Bahn ab Harwich International Richtung London.
Auf der Nachtfahrt ist eine Kabine in der Regel dabei (und meist auch verpflichtend). Auf der Tagesfahrt ist eine Kabine nicht zwingend – aber oft überraschend sinnvoll. Und: Bei Tagesfahrten gibt es häufig deutliche Kabinenrabatte im Buchungsprozess.
Unser Tipp: Öffne kurz die Route-Seite, gib deine Daten ein und vergleiche Tag vs Nacht plus Kabinenrabatte – genau da liegen oft die „besten“ Deals.
Kabinentypen auf Stena Britannica & Stena Hollandica
Bei unserem Besuch konnten wir viele Kabinentypen ansehen. Kurz zusammengefasst gibt es Standardkabinen, Komfortkabinen und die Captain’s Suite. Zusätzlich findest du haustierfreundliche Kabinen sowie barrierearme/zugängliche Kabinen. Und ja: Familienkabinen gibt es auch – im Kern sind das Standardkabinen mit Layouts für mehr Personen.
- Tagesfahrt + Kinder: Wenn Kabinen rabattiert sind, ist das oft die beste Komfort-Entscheidung (Rückzugsort + Powernap).
- Nachtfahrt: Standard reicht meist völlig; Komfort lohnt sich, wenn du wirklich ruhig schlafen willst.
- „Hotelgefühl“: Captain’s Suite (aber früh buchen – wenige verfügbar).
Standardkabinen sind absolut solide: Betten (teils als Etagenbett), ausreichend Platz und ein eigenes Bad (en suite). Wenn du die Zeit eher in den öffentlichen Bereichen verbringst und die Kabine vor allem zum Ausruhen brauchst, ist Standard die Wahl, bei der du nichts “verpasst”.
Achte beim Buchen darauf, ob du ein Fenster möchtest – das ist oft eine eigene Option. Beispielpreise (Stand: Januar 2026, geprüft für Abfahrten im Februar): Standardkabine für 2 Personen ca. €64. Preise schwanken je nach Termin und Verfügbarkeit.





Komfortkabinen sind das Upgrade “eine Stufe drüber”: etwas mehr Platz, Tee/Kaffee in der Kabine, Sitzgelegenheit, Minibar (ein paar Getränke) und TV. Beispielpreis: ca. €117. Heißt: für rund €50 mehr als Standard bekommst du eine Kabine, in die man sich deutlich leichter “zurückziehen” kann.

Komfortkabinen gibt es ebenfalls in verschiedenen Layouts – z.B. für 2 Personen oder 2 Erwachsene + 1 Kind.



Die Captain’s Suite: das ist wirklich eine echte Komfortstufe. Vor dem Besuch in Hoek van Holland hatten wir diese Kabine noch nie “in echt” gesehen. Beispielrechnung: Am Tag unseres Preischecks lag sie etwa €100 über Standard (also ca. €150 insgesamt). Unser Eindruck? Wenn das Budget passt, kann sich das sehr “wertig” anfühlen – aber klar: das ist persönlich.
Wenn du es mit einer Hotelübernachtung vergleichst, hält die Suite definitiv mit – und als Start in den England-Trip hat das auch einfach Spaßfaktor.

In der Captain’s Suite bekommst du ein großes Bett, deutlich mehr Platz, Sitzbereich, Minibar, Tee/Kaffee, TV, ein eigenes Bad – und als Bonus: Meerblick durch die großen Bullaugen. Wenn du darauf Lust hast: früh buchen. Es gibt nur wenige Captain’s Suites an Bord und die können schnell weg sein.







Früh buchen lohnt sich übrigens nicht nur bei der Suite. Viele Kabinenkategorien sind schneller ausgebucht als man denkt: Captain’s Suite (wenige Stück), barrierearme Kabinen, haustierfreundliche Kabinen – und natürlich Familienkabinen.
Mit Familie unterwegs? An Bord gibt’s genug, um die Überfahrt entspannt zu überstehen: Family Hub, Restaurants, Bars – und ja, es gibt Familienkabinen bis zu 5 Personen.





Direkt Abfahrten und (Kabinen-)Preise vergleichen? Hier ist die Routen-Seite:
Okay – nächste (und eigentlich erste) Ticket-Entscheidung: welcher Tarif passt zu deiner Reise?
Ticketarten: Economy, Flexi oder Premium?
Economy oder Flexi?
Economy ist am günstigsten – aber mit Flexi kaufst du dir spürbar mehr Ruhe. Unsere Praxis-Erfahrung (aus anderen Trips): Wenn unterwegs etwas passiert (Auto/Timing/Planänderung), können Umbuchungen schnell richtig teuer werden. Deshalb: Economy ist top, wenn alles fix ist. Flexi ist oft das Geld wert, wenn du realistisch mit Änderungen rechnest (Familie, lange Anreise, “wir schauen mal”).
- Economy = wenn deine Reisepläne wirklich fix sind.
- Flexi = wenn du dir Sicherheit und Umbuchungs-Spielraum kaufen willst.

Premium & Stena Plus Lounge (Upgrade)
Wenn du es gern etwas komfortabler hast, schau dir Premium an: Du bekommst (je nach Tarifbedingungen) die Flexi-Vorteile plus Zugang zur Stena Plus Lounge. In der Lounge gibt es ruhige Sitzplätze, Ausblick und eine Auswahl an inkludierten Snacks & Getränken plus WLAN. Wenn du dort wirklich eine Runde “richtig” sitzt (Getränk + Snack), rechnet sich das oft schnell.
Gut zu wissen (offiziell): Auf der Harwich–Hoek-van-Holland-Route sind Kinder unter 8 Jahren nicht in der Stena Plus Lounge erlaubt. Außerdem gilt laut Stena Line: Auf Nachtfahrten ist die Stena Plus Lounge auf dieser Route nicht als separates Upgrade verfügbar; sie ist dort vor allem als Frühstückszugang im Premium-Tarif relevant (Details siehe Stena Line FAQ).


Rail & Sail / Dutchflyer: ideal ohne Auto (Richtung London)
Wenn du ohne Auto nach England willst (z.B. Richtung London), lohnt sich ein Blick auf Rail & Sail / Dutchflyer (Zug + Fähre als Kombi). Zwei praktische Sätze, die das Ganze greifbar machen: Harwich International ist der wichtige Knotenpunkt – und von dort ist London (Liverpool Street) eine der naheliegenden Bahnverbindungen für Fußpassagiere.
Checkliste vor dem Boarding (Duitsland → UK)
- ETA geprüft/beantragt (siehe Hinweis oben – ab 25.02.2026 wichtig).
- Reisepässe griffbereit (und für Kinder extra checken).
- „Deckbag“: Ladekabel/Powerbank, Medikamente, Pyjama, Snacks, Wechselset.
- Mit Auto: an Linksverkehr denken + wenn London geplant: ULEZ/Registrierung kurz prüfen (siehe unten).
- Mit Haustier: nur buchen, wenn passende Kabine/Option verfügbar ist (haustierfreundliche Kategorien sind oft schnell weg).
London-Plan mit Auto? Kurz ULEZ/Registrierung checken
Viele fahren von Harwich direkt Richtung London. Kurzer Hinweis für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen: London hat Umwelt-/Zonenregeln (u.a. ULEZ). Je nach Fahrzeug kann es sinnvoll oder nötig sein, das Fahrzeug vorab zu registrieren bzw. den Status zu prüfen, damit es später keine unnötigen Gebühren/Strafen gibt. Offiziell: TfL – Non-UK vehicles.
FAQ (kurz & praktisch)
Brauche ich tagsüber wirklich eine Kabine?
Nicht zwingend – aber wenn Kabinen rabattiert sind (und du mit Kindern reist oder einfach deine Ruhe willst), ist es oft das Upgrade, das die Überfahrt am meisten „entspannt“.
Welche Kabine lohnt sich am meisten?
Für die meisten: Standard. Wenn du wirklich besser schlafen/relaxen willst: Komfort. Wenn du „Reise-Highlight“ willst und Budget passt: Captain’s Suite (früh buchen!).
Was ist Rail & Sail / Dutchflyer?
Ein Kombiticket aus Zug + Fähre (besonders interessant für Fußpassagiere Richtung London). Harwich International ist dabei der zentrale Anschluss.
Wir können nicht alles über die Fähren zwischen den Niederlanden und England auf eine einzige Seite packen – sonst wird es für alle, die sich gerade erst orientieren, zu detailliert. Deshalb trennen wir bei Ferrygogo bewusst: (1) klare Routen-Infos und (2) echte Erfahrungsberichte (unsere „Travel Logs“). Dieser Kabinen-/Ticket-Guide ist die etwas tiefere Zusatzschicht daneben.
Direkt darunter findest du auch (1) die wichtigsten Routeninfos und (2) unseren eigenen Erfahrungsbericht auf dieser Strecke (2024).