- Warum der Alarm losgeht
- das Schiff bewegt sich, und die Sensoren im Innenraum schlagen an
- Schnellster Griff
- zweimal kurz auf die Verriegelungstaste des Schlüssels
- Oder eine Taste
- im Auto, mit einem Autosymbol darauf und meist OFF
- Oder der Bildschirm
- unter Sicherheit, Alarm oder Innenraumüberwachung
- Zwei Alarme
- der Bewegungssensor und die Abschleppsicherung
- Was überwacht bleibt
- Türen, Fenster und Motorhaube, auch mit ausgeschalteten Sensoren
- Marken unten
- zweiundzwanzig, von Audi bis Volvo
Warum deine Alarmanlage gerade auf der Fähre losgeht
Eine Alarmanlage ab Werk überwacht mehr als die Türen. Fast immer gehören zwei Sensoren dazu: ein Bewegungssensor, der den Innenraum im Blick behält, oft mit Ultraschall, und ein Neigungssensor, der merkt, wenn das Auto schräg steht. Der zweite ist gegen Abschleppen und Räderdiebstahl da.
Auf einer Fähre arbeiten beide gegen dich. Das Schaukeln hält der Bewegungssensor für jemanden, der sich im Auto bewegt, und die Neigung des Decks liest die Abschleppsicherung als Abschleppwagen.
Das Auto zu entriegeln macht den Alarm still, löst aber nichts. Sobald du wieder abschließt, ist alles erneut scharf, und auf das Autodeck kommst du während der Überfahrt nicht mehr zurück. Was hilft, ist die beiden Sensoren selbst auszuschalten, für dieses eine Abschließen. Türen, Fenster und Motorhaube bleiben dann ganz normal überwacht.
Wie das geht, unterscheidet sich je nach Marke und vor allem nach Baujahr. Ältere Autos haben dafür eine eigene Taste, an einer Stelle, an der du sie nicht suchst. Neuere machen es über den Bildschirm, über die App oder mit einem doppelten Druck auf die Verriegelungstaste des Schlüssels.

So schaltest du sie aus, bei fast jedem Auto
Mach es am Kai, in der Schlange vor dem Check-in. Auf dem Autodeck wirst du zu deinem Platz gewinkt und musst gleich weiter; dort ist keine Zeit zum Suchen.
- Motor aus und Fahrertür öffnenBei vielen Autos funktioniert die Taste oder die Menüoption erst, wenn die Zündung aus ist und die Fahrertür offen steht.
- Such die Taste mit einem AutosymbolMeist an der Fahrertür, an der B-Säule, in der Mittelkonsole oder in der Dachkonsole. Das Symbol ist ein Auto mit Wellenlinien darin, oft mit dem Wort OFF daneben. Drück sie, bis die Kontrollleuchte angeht.der sicherste Weg
- Keine Taste? Schau in den BildschirmSuch unter Sicherheit, Alarm, Innenraumüberwachung, Reduced Guard oder Transportmodus. Manche Marken haben es in der App statt im Auto.
- Klappt das nicht? Zweimal auf VerriegelnAussteigen und zweimal schnell hintereinander auf die Verriegelungstaste der Fernbedienung drücken. Bei vielen Marken schaltet das Bewegungs- und Neigungssensor für dieses eine Mal aus; das Auto wird ganz normal verriegelt.klappt bei vielen Marken
- Oder schließ mit dem Schlüssel im Schloss abDreh den Schlüssel mechanisch im Türschloss um. Dann wird bei vielen Autos nur die Zentralverriegelung bedient, und die Alarmanlage wird nicht scharf geschaltet.
Weicht dein Auto ab, such in der Bedienungsanleitung nach Innenraumüberwachung.


Audi
Drück die Verriegelungstaste des Schlüssels zweimal kurz hintereinander. Das Auto wird ganz normal verriegelt, aber Bewegungs- und Neigungssensor sind für diese Verriegelung aus. Bekommst du das nicht bestätigt, findest du im MMI die Option, die Innenraumüberwachung auszuschalten. Bei Audi ist es vor allem die Abschleppsicherung, die auf der Fähre losgeht; schalte sie also über das System mit aus.
BMW
Verriegle das Auto und drück innerhalb von etwa 10 Sekunden noch einmal auf die Verriegelungstaste. Das Auto bleibt zu, aber Innenraum- und Neigungssensor sind für diese Fahrt aus, und das Schaukeln des Schiffs löst den Alarm nicht aus. Eine Kontrollleuchte, oft im Innenspiegel, leuchtet zur Bestätigung noch kurz weiter. Das funktioniert bei den meisten BMW-Modellen gleich.
BYD
Geh im Bildschirm in die Alarmeinstellungen und schalte den Bewegungs- oder Eindringsensor aus, bevor du abschließt. Das gilt nur für dieses eine Mal: Nach dem Entriegeln und erneuten Abschließen ist die volle Überwachung wieder an. Bei manchen Modellen geht es auch über die BYD-App oder über einen Valet- oder Transportmodus. Viele BYD-Fahrer stoßen außerdem auf die Kinderanwesenheitserkennung, die ebenfalls auf Bewegung im Innenraum reagiert.
Citroën
Such die Alarmtaste, meist rechts vom Lenkrad am Armaturenbrett. Schalte die Zündung aus, öffne die Fahrertür und halte die Taste etwa eine Sekunde gedrückt; ein oranges Kontrolllämpchen bestätigt es. Verriegle das Auto danach innerhalb einer halben Minute. Bewegungs- und Neigungssensor bleiben dann aus, solange es verschlossen ist.
Dacia
Viele Dacia haben keine eigene Taste für die Sensoren. Verriegle das Auto dann vor dem Aussteigen von innen mit der Taste der Zentralverriegelung und schließ die Fahrertür danach mit dem Schlüssel im Schloss ab. Das Auto ist dann verschlossen, aber die Alarmanlage ist nicht scharf geschaltet. Hat dein Dacia eine Alarmanlage ab Werk, kann derselbe Weg wie bei Renault gelten; die Bedienungsanleitung gibt Gewissheit.
Ford
Stell die Alarmanlage im Fahrzeugmenü auf Reduzierte Überwachung, auf Englisch Reduced Guard: Die Bewegungssensoren im Innenraum sind dann aus, sobald du abschließt. Hat dein Ford die Funktion Beim Aussteigen fragen (Ask on exit), fragt das Auto beim Ausschalten des Motors selbst danach, und du wählst die reduzierte Überwachung. Es gilt jeweils für diese eine Verriegelung.
Hyundai
Drück beim Abschließen zweimal kurz hintereinander auf die Verriegelungstaste des Schlüssels, zum Beispiel beim Kona, Tucson oder IONIQ. Das Auto bleibt verschlossen, während Bewegungs- und Neigungssensor für dieses Mal aus sind. Bei manchen Hyundai stehen die Alarmeinstellungen auch im Bildschirm oder im Kombiinstrument, aber der Doppelklick auf den Schlüssel ist der schnellste Weg.
Kia
Bei neueren Modellen wie Picanto, Niro und EV6 drückst du zweimal kurz hintereinander auf die Verriegelungstaste des Schlüssels. Das Auto bleibt verschlossen, aber Bewegungs- und Neigungssensor im Innenraum sind für diese Verriegelung aus. Manche Kia haben im Bildschirm unter Fahrzeugeinstellungen oder Sicherheit eine Option, die Innenraumüberwachung für ein Mal auszuschalten. Ältere Kia haben dafür noch eine eigene Taste.
Land Rover
Land Rover hat eine laute Alarmanlage, die solltest du also nicht vergessen. In der App gibt es einen Transportmodus, gedacht für Fähre, Zug oder Abschleppwagen; die App sagt dazu, dass dieser Modus 10 Stunden hält, und eine Nachtfähre kann länger dauern. Kommst du nicht an die App, drück beim Abschließen innerhalb von etwa 10 Sekunden zweimal auf die Verriegelungstaste: Die Alarmanlage geht dann in den Transportmodus, und Bewegungssensor und Neigungsschutz sind aus. Schließt du mit dem Schlüssel ab, dreh ihn innerhalb von 10 Sekunden zweimal im Türschloss auf Verriegeln.
Lynk & Co
Öffne im Bildschirm die Alarmoptionen, unter Settings, Car, Locking, und wähl Überwachungsstufe reduzieren oder Reduced Guard. Damit ist der Bewegungssensor im Innenraum aus. Ganz ausschalten geht nicht: Die Tür- und Fenstersensoren bleiben aktiv, aber die Bewegung des Schiffs löst keinen Alarm mehr aus. Lynk & Co ist technisch mit Volvo verwandt, das dieselbe reduzierte Überwachung kennt. Der Hersteller beschreibt es selbst in seiner Online-Anleitung (auf Englisch).
Mercedes
Drück vor dem Abschließen auf die Taste mit dem Alarmsymbol, oft in der Dachkonsole oder am Armaturenbrett, und schalte damit Innenraumüberwachung und Abschleppsicherung aus. Verriegle das Auto danach ganz normal mit dem Schlüssel oder der Fernbedienung. Es gilt ein Mal; beim nächsten Mal machst du es neu. Bei neueren Modellen steht der Bewegungssensor auch im MBUX- oder COMAND-Menü.
Mini
Verriegle den Mini mit der Fernbedienung und drück innerhalb weniger Sekunden noch einmal auf Verriegeln. Neigungssensor und Innenraumüberwachung sind dann für diese Verriegelung aus; die Türen bleiben überwacht. Es ist derselbe Griff wie bei BMW, mit einer Kontrollleuchte, die zur Bestätigung ein paar Sekunden weiterleuchtet.
Nissan
Geh im Menü des Kombiinstruments zu den Alarm- oder Fahrzeugeinstellungen und wähl die Option, die Innenraumüberwachung einmalig auszuschalten, oft Disable Interior Motion Sensor: One-Time. Schließ danach ab: Die Bewegungsmelder im Innenraum bleiben aus, bis du das Auto wieder öffnest. Bei Modellen mit Keycard sitzt dieses Menü im Fahrerdisplay, mit einer Meldung auf dem Bildschirm als Bestätigung.
Peugeot
Moderne Peugeot wie der 208, 3008 oder 508 haben eine Taste für die volumetrische Überwachung, mit dem Symbol eines überwachten Autos, meist in der Mittelkonsole oder bei der Innenraumbeleuchtung im Dach. Drück nach dem Parken einmal darauf: Innenraumüberwachung und Neigungssensor gehen aus, die Türen werden trotzdem verriegelt. Schließ danach mit der Fernbedienung ab. Bei manchen Ausstattungen funktioniert auch zweimal Verriegeln, aber die Taste ist der sicherste Weg.
Renault
Hat dein Renault eine Alarmanlage, etwa ein Clio, Captur oder Mégane, such eine Taste mit einem Alarmsymbol, einem Auto mit Wellenlinien, in der Mittelkonsole, an der Lenksäule oder in der Dachkonsole. Drück sie kurz bevor du abschließt: Bewegungssensor und Hebe- und Neigungserkennung sind dann für dieses Mal aus. Gibt es keine solche Taste, kannst du zweimal auf Verriegeln drücken oder mit dem Schlüssel abschließen; das Erste ist nicht bei allen Modellen bestätigt.
Seat
Bei modernen Seat sitzt die Taste meist hinter der Fahrertür, an der B-Säule oder an der Seite des Armaturenbretts. Schalte die Zündung aus, öffne die Fahrertür und drück die Taste mindestens eine Sekunde. Verriegle das Auto danach innerhalb einer halben Minute wie gewohnt. Die Innenraumüberwachung ist dann vorübergehend aus; Türen, Motorhaube und der Rest bleiben überwacht.
Skoda
Skoda gehört zum Volkswagen-Konzern und macht es genauso: zweimal hintereinander auf Verriegeln drücken, etwa beim Octavia oder Karoq. Die Ultraschall-Bewegungsmelder und der Neigungssensor sind dann aus, bis du das Auto wieder öffnest. Viele Skoda haben außerdem eine kleine Taste mit Alarmsymbol an der Fahrertür oder in der Dachkonsole, mit der du die Innenraumüberwachung für einen Zyklus ausschaltest. Das ist auch die Taste für alle, die einen Hund im Auto lassen.
Suzuki
Bei neueren Suzuki stellst du die Diebstahlwarnanlage über das Informationsdisplay im Auto ein: Wähl im Einstellungsmenü die Option, den Alarm oder den Bewegungssensor vorübergehend auszuschalten. Nicht jeder Suzuki hat diese Sensoren. Findest du weder Taste noch Menüoption, schließ das Auto mechanisch mit dem Schlüssel ab; oft wird dann nur die Zentralverriegelung bedient.
Tesla
Öffne auf dem zentralen Bildschirm das Menü Sicherheit & Schutz, auf Englisch Safety. Schalte zuerst den Wächtermodus aus, Sentry Mode, und danach die Neigungs- und Einbruchsensoren. Dein Tesla, etwa ein Model 3 oder Model Y, bleibt verschlossen, reagiert aber nicht mehr auf die Bewegung des Schiffs. Nach der Überfahrt schaltest du sie an derselben Stelle wieder ein. Auch der Hundemodus und der Campingmodus schalten die Sensoren im Innenraum aus.
Toyota
Viele Toyota mit Alarmanlage haben eine eigene Taste, mit der du den Innenraumsensor überspringst, oft in der Dachkonsole oder am Armaturenbrett, mit einem Auto mit Wellenlinien darauf. Besitzer nennen sie selbst den mysteriösen Knopf. Schalte den Motor aus, drück einmal darauf und schließ danach normal ab: Die Türen bleiben überwacht, Bewegung im Innenraum nicht. Hat dein Modell diese Taste nicht, such im Bildschirm nach dem Einbruch- oder dem Neigungssensor.
Volkswagen
Drück zweimal schnell hintereinander auf Verriegeln an der Fernbedienung, beim Golf, beim Polo oder bei einem Modell der ID-Reihe. Das Auto wird ganz normal verriegelt, aber Innenraumüberwachung und Neigungserkennung sind aus, bis du es wieder öffnest. Ältere Volkswagen haben zusätzlich eine eigene Taste für die Innenraumüberwachung, meist an der B-Säule oder in der Tür: Drück sie direkt nach dem Aussteigen und schließ dann ab. Auf dem Foto oben sitzt sie in der Seite des Armaturenbretts.
Volvo
Bei neueren Volvo wie dem XC40 oder XC60 gehst du im Bildschirm zu MY CAR, Einstellungen, Fahrzeugeinstellungen und wählst Reduzierter Schutz, danach Einmal aktivieren. Schließ das Auto anschließend wie immer ab: Bewegungsmelder und Neigungssensoren sind für dieses eine Mal aus. Ältere Volvo hatten dafür eine eigene Taste, Reduced Guard, die du nach dem Aussteigen gedrückt hast.
Ist deine Automarke nicht aufgeführt?
Such zuerst eine Taste mit OFF oder einem Alarmsymbol: an der Fahrertür, an der B-Säule, in der Mittelkonsole oder in der Dachkonsole. Findest du keine, such im Bildschirm nach Sicherheit, Alarm oder Innenraumüberwachung, und nimm sonst die Bedienungsanleitung zur Hand. Klappt auch das nicht: Motor aus, aussteigen und zweimal schnell hintereinander auf die Verriegelungstaste drücken. Als Letztes kannst du das Auto mechanisch mit dem Schlüssel abschließen.
Geht der Alarm auch los, wenn nichts im Auto liegt?
Ja. Der Bewegungssensor achtet nicht darauf, was im Auto liegt, sondern auf Bewegung im Innenraum, und der Neigungssensor auf die Lage des Autos. Ein leeres Auto auf einem schaukelnden Deck reicht; Aufräumen hilft also nicht.
Bleibt mein Auto überwacht, wenn ich die Sensoren ausschalte?
Ja. Du schaltest nur die Überwachung des Innenraums und den Neigungssensor aus. Türen, Fenster, Motorhaube und Heckklappe bleiben überwacht, und das Auto bleibt verschlossen. Das Autodeck ist während der Überfahrt außerdem für Passagiere geschlossen.
Muss ich es auf der Rückfahrt wiederholen?
Ja. Bei fast allen Marken gilt die Einstellung für ein einziges Abschließen. Sobald du das Auto entriegelst, ist die volle Überwachung wieder an, und für die Rückfahrt machst du es neu. Die Ausnahme ist ein Transportmodus, den du in einer App einschaltest, wie bei Land Rover: Der läuft nach Zeit ab und nicht mit dem Schloss deines Autos.
Hilft es, das Auto mit dem Schlüssel abzuschließen?
Bei vielen Autos ja. Drehst du den Schlüssel mechanisch im Türschloss, wird oft nur die Zentralverriegelung bedient, und die Alarmanlage wird nicht scharf geschaltet. Das ist der Ausweg für Modelle ohne Taste und ohne Menüoption, wie viele Dacia und Suzuki. Sicher weißt du es erst, wenn du es einmal in der Einfahrt ausprobiert hast.
Kann ich die Alarmanlage ganz ausschalten?
Meistens nicht, und das musst du auch nicht. Was du ausschaltest, ist der Teil, der auf Bewegung reagiert; die Tür- und Fenstersensoren bleiben bei den meisten Marken aktiv und lassen sich nicht einzeln abschalten. Lynk & Co sagt es ausdrücklich: Die Überwachungsstufe lässt sich senken, ausschalten lässt sie sich nicht.
Mein Alarm geht trotzdem während der Überfahrt los. Was nun?
Zu deinem Auto kommst du nicht: Das Autodeck ist während der Überfahrt geschlossen. Melde es an der Information, dann weiß die Besatzung, was auf diesem Schiff möglich ist. Ruft dich deine Alarmzentrale an, ruf zurück: Sie sieht nur „Bewegung erkannt“ und weiß nicht, dass dein Auto auf einem Schiff steht.